Mai 13, 2017

Von der Angst, erwachsen zu werden


Wenn ich alleine am Frühstückstisch sitze, hinaus in den Garten schauen, beschäftigen mich die seltsamsten Themen und meine Gedanken nehmen ihren Lauf. Und manchmal kommt dann auch die  Angst vor dem Erwachsen werden auf...
"Come with me, where dreams are born, and time is never planned." ~ Peter Pan

Als ich klein war, empfand ich die Menschen um mich herum als unheimlich groß. Viel größer als ich, vielleicht sogar ein bisschen angsteinflößend. Mit ihren großen Schuhen, den seriösen Kleidern und dem ernsten Blick.



Wenn ich jetzt durch das Fenster des Cafés schaue, hinaus auf die Straße, wo Menschen sich unter ihren Regenschirmen verstecken, Erwachsene in Eile sind, um dem Regen zu entfliehen, hin zu ihren Verpflichtungen, dann erinnere ich mich nur zu gut an das Gefühl von damals. Sie haben etwas Einschüchterndes, diese Erwachsenen. Trage so viel Verantwortung auf ihren Schultern, sind umgeben von Gesetzten und Regeln, Zeitfenstern, Aufgaben, die auf sie warten. Das Erwachsensein hat etwas Ernstes an sich. Etwas Gruseliges.
Und ich habe noch immer etwas Angst davor, erwachsen zu werden.

Wenn ich jetzt durch das Fenster des Cafés schaue, hinaus auf die Straße, wird mir Bewusst, dass ich auf dem besten Weg dorthin hin: Erwachsen zu werden. Das Ende meiner Schulzeit rückt immer näher, die Prüfungen sind geschrieben und am Ende der Straße steht diese große, dunkle Gestalt, namens Zukunft. Sie möchte mich willkommen heißen. Willkommen in der Welt der Erwachsenen. In der du nicht mehr tun und lassen kannst, was du möchtest. In der du Verantwortung übernehmen musst. Für dich und für andere. In der du studiertst, arbeitest, alleine wohnst. Selbst Entscheidungen treffen musst, obwohl du dich doch eigentlich so schlecht entscheiden kannst und bei jeder Abzweigung am liebste nach deinen Eltern rufen würdest.



Wenn ich jetzt durch das Fenster des Cafés schaue, hinaus auf die Straße, in den Regen, dann wünsche ich mir, dass ich das Kindliche in meinen Gedanken, meinem Fühlen und meinem Blick nie verlieren werde.
Und im Grunde weiß ich: Erwachsen werden muss gar nicht so angsteinflößend sein. Oder?

Mai 07, 2017

April 2017

Glücksmomente

Frühling. War es nicht der perfekte Frühlingsanfang? Sonnenschein, Hose hochkrempeln, ohne Socken gehen, Jeansjacke tragen, all die zauberhaften Blumen und Blüten, Vogelgezwitscher - der April hat mich mit all dem tollen Wetter so glücklich gemacht. Auch wenn es gegen Ende des Monats viel schlechter wurde, der Regen hat mich auch nicht gestört, da ich die meiste Zeit eben doch an meinem Schreibtisch verbracht habe.

Fleißig sein. Umso schöner war das Gefühl, die To Do Listen abgearbeitet zu haben und am Ende festzustellen, dass man doch alles geschafft hat, was man sich zu lernen vornahm. All die kleinen Panikanfälle zwischenzeitlich vollkommen umsonst. Was mich der April jedoch ganz massiv gelernt hat: manchmal muss man seine Ansprüche einfach herunter schrauben. Es bringt nichts, sich bis an die Grenzen zu treiben und dann wenige Tage später mit Schmerzen im Bett zu liegen.

Interrail-Reise. Neben all dem Lernen gab es aber etwas ganz wundervolles im April zu planen. Gemeinsam mit meiner besten Freundin wird es im Juli für circa zwei Wochen durch Großbritannien gehen. So lange wollten wir schon einmal eine Interrail-Reise machen und nach dem Abi geht's endlich los. Die Ziele in England und Schottland könnten nicht zauberhafter sein und die Vorfreude hat mich so ziemlich durch jegliches Lerntief gezogen.

AnnenMayKantereit Konzert. Ein weiteres großes Highlight war das AnnenMayKantereit Konzert Anfang des Monats. Mit unserer Clique tanzten wir in wunderbarer Location und ich bekam mehr als einmal Gänsehaut bei der tollen Stimme des Sängers. Es war einfach grandios und die Musik der Jungs läuft rauf und runter. Ebenfalls super lustig: Das stundelange Festsitzen auf dem Parkplatz. Irgendein Unfall verhinderte, dass die Besuch den Parkplatz verlassen konnten und so saßen wir fest. Zwar eiskalt im kleinen, gelben Auto, aber als ein Freund dann spontan seine Gitarre heraus holte, die im Auto lag, begann die Jamsession und wir hatten ein paar sehr lustige Stunden. Wie gut, dass man immer eine Gitarre im Auto hat.


Gehört

Barcelona ~  Ed Sheeran (um vom Urlaub zu träumen)

Wohin du gehst ~ AnnenMayKantereit (nachts um 3 Uhr, wenn du nicht einschlafen kannst)
 
Barfuß am Klavier ~ AnnenMayKantereit (Nachhall der ersten Liebe)

Sing it loud ~ Bob Bradley (während der Zug- oder Autofahrt)

And I love her (Hersher Remix) ~ Passenger (wenn es draußen regnet)

Everything ~ Passenger (um zur Ruhe zu kommen) 

Trip Fox (Melou Remix) ~ Jeremy Loops (einmal wieder schaukeln)

Towers (Elkoe Remix) ~ Bon Iver (während man auf einem Hügel steht)

Breezeblocks ~ alt-J (immer und immer wieder)

Bonnie and Clyde ~ Wild (gemeinsam mit Freunden am Lagerfeuer)

Lifetimes ~ Oh Wonder (damit man spürt, dass man am Leben ist)

Ultralife ~ Oh Wonder (perfekt beim Laufen)

Place de la République ~ Coeur de Pirate (Vorbereitung auf's Französischabitur)

Heartbeats ~ José González (beim Tagebuch schreiben)


Gelesen

Sämtliche Schullektüren eben noch einmal.
Und zwei Mal die "Flow" - leider hänge ich jedes Mal hinterher. 


Geträumt

"Aber niemand ist perfekt und niemand wird dieses Ziel je erreichen. Gerade Fehler machen uns so liebenswert. Niemand mag perfekte Menschen." || Es sind die Beiden, die hier einen Kampf austragen, doch ich bin ihr Kriegsziel, ohne, dass ich im Stande wäre, mich zu wehren. || Einer dieser Momente, die mein Herz so stärken, mich lächelnd und unbeschwert sein lassen.


Habt es schön im Mai.
Liebste Grüße!

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