April 25, 2017

So leicht zu verwehen

Morgens um sechs klingelt der Wecker. Ein grausames Läuten, das mich aus den kuriosesten Träumen befreit. Ich bin froh, ihnen entfliehen zu können und zugleich sehne ich mich nach den weichen Kissen zurück. Den Federn, die mich umhüllen und jeglichen Schall von mir fern halten. Ein Meer aus Federn. Weich. Leicht. Weiß. So ohne jegliche Sorgen und zugleich so leicht zu verwehen.
Lasse ich mich bloß einmal zu fest auf die Federn fallen, schweben sie davon und der Wind trägt sie in die Weiten der Welt hinaus.

Und dann ist eben das die Frage: Schweben oder fallen? Den Federn entfliehen, oder unter ihrem weißen Hall versinken?


April 11, 2017

Der Sinn des Lebens ist: zu leben

"Was ist der Sinn des Lebens?", fragte ich mich mit 14.

"Was ist der Sinn des Lebens?" frage ich mich mit 19.

Und vermutlich werde ich mir diese Frage auch noch mit 29 stellen, so wie viele mit mir.

"Der Sinn des Lebens ist: zu leben", sagte einmal ein schlauer Mensch zu mir. Ob es an der Antwort lag oder an meinem von pubertierenden Gedanken gequälten Verstand, ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass diese Antwort mich damals nicht zufrieden stellte. Und es heute auch nicht vollends tut.

So viele Philosophen, Künstler, Querdenker zerbrachen sich schon vor mir den Kopf über den Sinn des Lebens, kaum einer fand eine zufriedenstellende Antwort (falls es überhaupt jemandem gelang), bloß Gegenfragen. Und dann soll die Antwort so simpel sein? Zu leben?

Früher, als wir unsere Haustiere mit dem Puppenwagen durch die Straße spazieren fuhren, als wir regelmäßig in den Bach fielen und uns das kalte Wasser nie störte, da war genau das der Sinn des Lebens: Spielen.
Und eben dieser Sinn hielt so lange an. In der Grundschule, dann in der fünften Klasse. Immer draußen, immer mit Freunden unterwegs. Stundenlang durch den Wald gestreift, kleinen Vögel mit gebrochenen Flügeln wieder das Fliegen beigebracht, in den Tag gelebt und abends glücklich mit kribbelnden Zehen ins Bett gefallen.
In den letzten Jahren dann stand Freundschaft zwar noch immer ganz oben auf der Prioritätenliste, aber auch andere Dinge kamen hinzu: Liebe, Leistungen,Möchtegern-Selbstfindungs-Versuche.
Ja, eine Zeit lang dachte ich tatsächlich, der Sinn des Lebens bestände darin, Erfolg zu haben. Sei es in Hinsicht auf Leistung oder auf menschlicher Ebene. Doch mit der Zeit verwarf ich auch diesen Gedanken, zumindest weitestgehend.

Was ist er also dann, dieser Sinn des Lebens?
Ich weiß es nicht.
Wisst ihr es denn?

Wäre dies ein klassischer Deutschaufsatz, würde sich die Note wohl eher im schlechteren Bereich halten. Einleitung? Haupttteil? Schluss? Schlüssige Argumente, ein Lösungsansatz oder zumindest eine klare Stellungnahme?
Fehlanzeige. Denn so einfach ist es mit dem Sinn des Lebens dann doch nicht, oder?



Vielleicht sollte ich es doch einmal mit dieser simplen Antwort versuchen.
Der Sinn des Lebens ist: zu leben.

April 10, 2017

Te adoro señorita - Barcelona IV

Während dem Lesen hören: "Barcelona" - Ed Sheeran


Hallo ihr Lieben!

Im Grunde ist schon zu viel Zeit vergangen, seit ich vor einem halben Jahr in Barcelona war, doch gerade während all dem Lernen wächst mein Fernweh von Minute zu Minute. Als ich dann all die weiteren Impressionen auf meiner Speicherkarte entdeckte, wollte ich euch diese nicht vorenthalten. Hier also ein letztes Mal Barcelona-Zauber.
Location: Park Güell

April 02, 2017

{Rückblick} März 2017

"It was one of those march days when the sun shines hot and the wind blows cold: when it ist summer in the light, and winter in the shade."
(Great Expectations - Charles Dickens)

Glücksmomente


Dürfte ich wählen, wäre der März der bisher schönste Monat im Jahr. Das Zitat aus Great Expectations beschreibt es so gut! Neben dem zauberhaften Wetter, ganz vielen Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher und dem Duft nach Frühling war der März also ziemlich gut zu mir. Die letzte Schulwoche (Mottowoche) war bunt, laut, verrückt (und anstrengend). Von Mottos à la "Erster Schultag" bis hin zu "Safari" war alles dabei und wir hatten während dieser fünf Tage so viel Spaß, wenn auch kaum Unterricht. Ende März war dann mein letzter normaler Schultag und wir wurden in die Lernphase bis zu den Abiturprüfungen entlassen.
Neben Feiern und Lernen wurde das erste Mal gegrillt und mit Freunden die Abende draußen verbracht. Während meines Geburtstags gab es viel zu viele wundervolle Menschen und mir liefen konstant die Tränen vor lauter Freude. Es gab leckeren Kuchen, bunte Blumen, wundervolle Briefe und Überraschungen.
Und ansonsten? Geschrieben wurde leider viel zu wenig, sowohl hier als auch im Prosa Bereich, dafür nahm das Leben mich einfach zu sehr ein. Aber sollte es so nicht auch sein? 

Geträumt


"Und ich will glücklich sein. Durch und durch. || Wenn ich Erfolg habe, erfolgreich bin, dann hängt das an meiner Arbeit und an dem Glück, das ich habe. An dem Aufwand, den ich betreibe, an dem, was ich für mein Ziel aufgabe und opfere, um an den Punkt zu gelangen, an dem ich jetzt bin. Und nicht daran, dass ich anderen schade, um dadurch erfolgreicher zu werden. "

Gelesen


Bis auf die "Flow", "The Fernweh Collective - Island" und wiederholte Schullektüren leider nichts. Aber bald wieder.

Gesehen


"The Beauty an the Beast". So wunderschön. Sicherlich kitschig und romantisch und hach...

Gehört


"Galway Girl" von Ed Sheeran, stellvertretend für das gesamte Albume "Divide". So gut. Bisher mein liebstes Album von ihm. 
"No Roots" von Alice Merton - klassisch cool.
"Dirty Paws" von Of Monsters And Men - perfekt um das Fernweh zu stillen.
"Es geht mir gut" von AnnenMayKantereit, um mich aufs Konzert nächste Woche einzustimmen.
Und sämltiche Leider von Álvaro Soler, sozusagen als Vorbereitung fürs Spanisch Abi. 



Ich hoffe, ihr hattet einen ebenso schönen März wie ich und startet nun voller Energie und Frühlingssommervorfreude in den April. 😊
'text-align: center;'