Januar 29, 2017

Kalender 2017 {Bullet Journal}

Tun wir es am Anfang des Jahres nicht alle? Uns Ziele setzten, Pläne für die kommenden 12 Monate schmieden, voller Vorfreude auf die wartenden Abenteuer blicken.

Ich glaube, inzwischen sollte bekannt sein, dass ich ein bekennendes Listenmädchen bin und es liebe, bei all dem Chaos in meinem Kopf und der Verpeiltheit, mit der ich durch den Alltag tanze, einen Kalender zu führen, der wenigstens etwas Ordnung für mich bereit hält, mir Freude bereitet und sehr hilft.
Lange habe ich überlegt, welchen Kalender ich mir für 2017 anschaffen soll, doch wirklich überzeugen konnte mich keiner (zumindest keiner in meiner Preisklasse). Und so kam es, dass ich ein Bullet Journal startete. Eigentlich liegt mir zeichnen, kalligraphieren und alles in die Richtung nicht allzu sehr, doch nach einem "Testmonat" musste ich feststellen, dass diese Art des Kalenders und des Planens für mich sehr gut funktioniert und ich endlich eine Möglichkeit gefunden habe, meine wirrend Gedanken zu ordnen.

Wie ich plane, möchte ich dir gerne in den nächsten zwei Beiträgen zeigen. Heute starten wir mit der mit aufwendigsten, aber zugleich auch schönsten Art des Planens.

Bullet Journal



Im Gegensatz zu vielen anderen Planfreudigen habe ich ein ganz normales Notizbuch mit blanken Seiten in meinen Kalender umfunktioniert und nicht den Leuchtturm 1917 dafür benutzt. Im Nachhinein wäre diese Option wirklich sinnvoll gewesen, weil die Seiten mit kleinen Punkten versehen sind und das Einzeichnen vereinfachen, aber es funktioniert auch so.
Innenseite | Legend | Geburtstage
An der Innenseite des Journals habe ich eine kleine Tasche angebracht, in der einzelne Zettel (Kassenbons, Notizen, Tickets...) aufbewahrt werden können und ohne diesen Ministauraum wäre ich wirklich aufgeschmissen. 

Weiter geht es mit einer kurzen "Legende", auf der ich die Symbole für meinen Kalender (Deadlines, Klausuren, To-Dos...) sowie die verschiedenen Farben für meine drei Hauptkategorien (Schule, Hobbys/Arbeit, Termine) aufgelistet habe. Diese Seite verschafft mir immer wieder einen kurzen Überblick und erleichtert später das eigentlich planen sehr.

Darauf folgen Seiten mit meinen "Vorsätzen für 2017" bis hin zu einer Übersicht von den anstehenden "Geburtstagen". Ich bin bei so etwas ziemlich vergesslich und vermutlich hat mich Facebook schon das ein oder andere Mal gerettet, allerdings hoffe ich, dass es mit dieser Übersicht besser wird.
All time to do | Saving goals | Wish list
Ein paar Spielereien gibt es auch in meinem Bullet Journal, bei denen ich gemerkt habe, wie sehr sie mich inspirieren. Da wäre zum Einen eine Liste meiner gelesenen Bücher inklusive Bewertungsschema, eine schöne Möglichkeit, sich Schätze in Erinnerung zu behalten.

Zum Anderen habe ich eine Seite für meine "Saving Goals" gestaltet, um im Sommer eine Interrail-Reise finanzieren zu können. Ich hoffe, dass dieses Glas sich im (in-)direkten Sinne füllen wird und ich so mein Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Ironischer Weise folgt gleich darauf eine "Wish List", die aber hauptsächlich dazu dienen soll, kein Geld für Dinge auszugeben, an denen ich mich nicht auf die Dauer erfreue.

Wieder mehr an Planung selbst orientiert ist die Seite "All time to do". Hier liste ich Dinge auf, die ich regelmäßig machen muss, schreibe das Datum hinzu, um mich orientieren zu können, wann ich zum Beispiel das nächste Mal mein Zimmer feucht durchwischen muss. Klingt verrückt, hat sich aber als sehr hilfreich herausgestellt.
Das eigentliche Planen, oder der normale Teil eines Kalenders folgt nun. Jeden neuen Monat werde ich mit einer kleinen "Titelseite" gestalten, was für mich eine praktische Art und Weise darstellt, die Planungsabschnitte im Kalender hervorzuheben.
Bitte entschuldigt die seltsamen Wischungen auf dem Bild, aber verschiedene bereits eingetragene Termine möchte ich ungerne mit dem Internet teilen.
Und so beginnt auch jeder Monat mit einer Monatsübersicht. Neben den typischen Kästen pro Tag, habe ich hier auch Platz für Aufgaben, die während des Monats anstehen (Zimmer feucht wischen zum Beispiel), Notizen, Erinnerungen an den nächsten Monat und Zeilen für Ziele, die ich mir Monat für Monat neu setze (oder weiterführe), mit Blick auf meine Jahresvorsätze. Den leeren Kasten verziere ich jeden Monat mit einem inspirierenden Zitat.
Etwas, was mir immer öfter auf Pinterest begegnet ist und mich im Januar so begeistert hat, ist der "Habit tracker". In gewisser Weise habe ich auf dieser Seite meine Ziele für den jeweiligen Monat übernommen und kann so jeden Tag, an dem das Ziel erfüllt wurde, ein Pünktchen setzen, um am Ende des Monats zu sehen, was ich geschafft und eingehalten habe und wo es noch etwas hapert. Schon jetzt freue ich mich auf jeden Fall auf den neuen Tracker für Februar.
Das wohl Wichtigste kommt zum Schluss: Die Wochenübersicht.
Hier hat jeder Tag sein eigenes Feld, so eingeteilt, wie ich es braucht. Platz für Termine, Geburtstage, Pläne, kurze To-Dos, all so etwas. Zusätzlich habe ich der Seite noch eine kleine Monatsübersicht eingefügt, um mich orientieren zu können, sowie einen "Wasser tracker", als Erinnerung, genügend zu trinken. Links ist Platz für Notizen, hier und da kommt noch ein Zitat hinzu, und ein Kasten bietet die Vorschau auf die kommende Woche.
Gerade die Wochenübersicht erweist sich im Bullet Journal als unheimlich dankbar, weil ich mir die Kästen wöchentlich so einteilen kann, wie ich sie brauche. Das erleichtert vieles sehr und macht regelrecht Freude auf gefüllte Wochen.


Ich hoffe, dieser kleine Einblick war eine schöne Inspiration.
Schreib mir doch gerne, ob du ein Bullet Journal trotz des Aufwands auch als eine Option ansiehst? Hast du vielleicht sogar Tipps in diese Richtung?


Januar 16, 2017

{Selbstgeschriebenes} Schneesturm

Auf dem Weg vereinzelte Zweige.
Herabgerissen.
Abgestürzt.
Gebrochen.
Bäume, die sich krümmen.
Ächtzen.
Klagen über ihr Leid.
Tannen, die sich im Winde wiegen.
Ihr Lied singen 
Und mir leise zuflüstern.



Sie erzählen ihre Geschichte.
Vom Sturm.
Von der Nacht.
Von den Schritten, die durch das Weiß kaum hörbar waren.
Doch sie hören alles. Sehen alles. Wissen alles.
Geben mir Rat.
Und erzählen vom Schneesturm.
Teilen ihre Geheimnisse mit mir.

Immer und immer wieder.

Januar 05, 2017

{Rückblick} Dezember 2016



Glücksmomente

* Weihnachtsmarktbesuche: Egal, ob mit der besten Freundin oder der Familie, es war wie in jedem Jahr wunderschön. Und ganz ehrlich? Wenn der Weihnachtsmarkt in der Region offiziell zu den Schönsten Deutschlands gehört, muss man mindestens zwei Mal im Dezember dort gewesen sein.
* Die letzten Klausuren für das 1. Halbjahr inklusive Notenschluss und Zeugnis. Es war ein wundervolles Gefühl erst einmal keine Klausuren mehr zu schreiben und zu sehen, dass sich all das Lernen gelohnt hat, gerade weil mein Akku Ende des Jahres ziemlich leer war.
* Die Freude, jeden Morgen ein Türchen des selbstbefüllten Adventskalenders zu öffnen.
* Die Adventszeit im Allgemeinen, mit Weihnachtsmusik, Plätzchen und Kerzenschein.
* Theateraufführungen (dieses Jahr nur als Besucher) und Weihnachtskonzert - jedes Jahr toll.
* Zeit mit Freunden und Familie.
* All die zuckersüße und wundervolle Weihnachtspost (Ihr seid die Besten! Danke! ) und vor allem das Verschicken dieser, auch wenn es Postprobleme gab.
* Weihnachten selbst - in diesem Jahr ziemlich ruhig und doch so schön, eben genau das Richtige.
* Die Zeit zwischen den Jahren, zum Reflektieren, Planen und Freuen.
* Silvester, mit den besten Freunden, zu viel Pizza und Bowle, einem Feuerwerk trotz Nebel und Lachen bis tief in die Nacht.
* Geschrieben, nach so langer Zeit wieder.

Geträumt

"Und natürlich sitze ich hier und denke zu viel nach. || Ein Abend, der mich auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Beschützerisch, darauf bedacht, dass nicht noch weitere Risse hinzukommen. || Worte, über die nicht nachgedacht wurde. || Die Frage nach dem Sein und die Angst vor dem Verstecken. Die Flamme, mal groß, mal klein, aber doch beständig und da. Immer da. Als Hoffnungsschimmer, als Wegweiser, als Treibgutsammler. || Ist das diese Phase, in  der man sich  erst selbst verlieren muss, um sich wieder finden zu können? || Vielleicht ist das mein größter Wunsch für das neue Jahr: all das hinter mir zu lassen, bereit für neue Erfahrungen, zu sein, bereit die zu werden, die ich sein will und in Zügen bereits bin."

Gelesen

* "Gone Girl" von Gillian Flynn
* "In Zeiten des abnehmenden Lichts" von Eugen Ruge (Schullektüre)
* diverse Fan Fictions zu Harry Potter


Nun sind wir bereits in das neue Jahr gestartet, das alte wurde gedanklich längst abgeschlossen und doch möchte ich mich von Herzen bei euch bedanken. Ohne euch gäbe es diese Blog mit Sicherheit nicht so lange, denn was wäre ein Blog, meine kleine Traumwelt, ohne solch liebe Leser? Ich habe mich gerade in 2016 so über jeden Kommentar und jede Nachricht gefreut und bin froh, dass es euch gibt. 
Danke.

Januar 01, 2017

Mitternacht. Zwischen den Jahren. #2017

Zehn. Neun. Acht. Sieben. Sechs. Fünf. Vier. Drei. Zwei. Eins.



Mitternacht.
Korken knallen, Sektgläser klirren freudig aneinander und am Himmel explodiert ein Feuerwerk.
Menschen fallen sich in die Arme, küssen, freuen und erhoffen sich.
Mit Wunderkerzen in der Hand werden Wünschen gen Unendlichkeit geschickt, Vorsätze aufgelistet und für einen kurzen Moment die Luft angehalten.

Der Moment zwischen den Jahren.
Bloß ein ganz kurzer,
zwischen loslassen und neuanfangen.
Neuanfang. Neustart.
Ein Jahr, in dem man unendlich viele Chancen hat.
365 Tage um sich neu zu erfinden.
365 Tage um über den eigenen Schatten zu springen.

Der Moment zwischen den Jahren.
Hin und her gerissen,
zwischen Melancholie und Freude.
Erinnerungen und Hoffnungen.
Altem und Neuem.

Mitternacht.
Die Nacht, die an einem Tag, dem letzten, im Jahr, zu einer ganz Besonderen wird.
Einen Zauber in sich birgt, der für unsere Herzen so wichtig ist.
Hoffnung mit sich bringt, die uns dazu anhält, auf dem Eis weiter zu laufen, auch wenn es an manchen Stellen bereits rissig geworden ist.

Mitternacht.
Unsere Nacht.
Die Nacht,
zwischen Erinnerungen und Hoffnung.

Hoffnung, auf ein besseres Jahr für unsere Welt.
Ein Jahr, indem es weniger Schreckensnachrichten gibt,
indem der Frieden wieder an mehr Bedeutung gewinnt.
Ein Jahr voller Chancen, Emotionen, Abenteuern, Glücksmomenten und Gesundheit.
Unser Jahr.



Mitternacht.
Die Nacht der Nächte.
Willkommen in 2017.
Auf unser 2017. 



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