Mai 13, 2017

Von der Angst, erwachsen zu werden


Wenn ich alleine am Frühstückstisch sitze, hinaus in den Garten schauen, beschäftigen mich die seltsamsten Themen und meine Gedanken nehmen ihren Lauf. Und manchmal kommt dann auch die  Angst vor dem Erwachsen werden auf...
"Come with me, where dreams are born, and time is never planned." ~ Peter Pan

Als ich klein war, empfand ich die Menschen um mich herum als unheimlich groß. Viel größer als ich, vielleicht sogar ein bisschen angsteinflößend. Mit ihren großen Schuhen, den seriösen Kleidern und dem ernsten Blick.



Wenn ich jetzt durch das Fenster des Cafés schaue, hinaus auf die Straße, wo Menschen sich unter ihren Regenschirmen verstecken, Erwachsene in Eile sind, um dem Regen zu entfliehen, hin zu ihren Verpflichtungen, dann erinnere ich mich nur zu gut an das Gefühl von damals. Sie haben etwas Einschüchterndes, diese Erwachsenen. Trage so viel Verantwortung auf ihren Schultern, sind umgeben von Gesetzten und Regeln, Zeitfenstern, Aufgaben, die auf sie warten. Das Erwachsensein hat etwas Ernstes an sich. Etwas Gruseliges.
Und ich habe noch immer etwas Angst davor, erwachsen zu werden.

Wenn ich jetzt durch das Fenster des Cafés schaue, hinaus auf die Straße, wird mir Bewusst, dass ich auf dem besten Weg dorthin hin: Erwachsen zu werden. Das Ende meiner Schulzeit rückt immer näher, die Prüfungen sind geschrieben und am Ende der Straße steht diese große, dunkle Gestalt, namens Zukunft. Sie möchte mich willkommen heißen. Willkommen in der Welt der Erwachsenen. In der du nicht mehr tun und lassen kannst, was du möchtest. In der du Verantwortung übernehmen musst. Für dich und für andere. In der du studiertst, arbeitest, alleine wohnst. Selbst Entscheidungen treffen musst, obwohl du dich doch eigentlich so schlecht entscheiden kannst und bei jeder Abzweigung am liebste nach deinen Eltern rufen würdest.



Wenn ich jetzt durch das Fenster des Cafés schaue, hinaus auf die Straße, in den Regen, dann wünsche ich mir, dass ich das Kindliche in meinen Gedanken, meinem Fühlen und meinem Blick nie verlieren werde.
Und im Grunde weiß ich: Erwachsen werden muss gar nicht so angsteinflößend sein. Oder?

Mai 07, 2017

April 2017

Glücksmomente

Frühling. War es nicht der perfekte Frühlingsanfang? Sonnenschein, Hose hochkrempeln, ohne Socken gehen, Jeansjacke tragen, all die zauberhaften Blumen und Blüten, Vogelgezwitscher - der April hat mich mit all dem tollen Wetter so glücklich gemacht. Auch wenn es gegen Ende des Monats viel schlechter wurde, der Regen hat mich auch nicht gestört, da ich die meiste Zeit eben doch an meinem Schreibtisch verbracht habe.

Fleißig sein. Umso schöner war das Gefühl, die To Do Listen abgearbeitet zu haben und am Ende festzustellen, dass man doch alles geschafft hat, was man sich zu lernen vornahm. All die kleinen Panikanfälle zwischenzeitlich vollkommen umsonst. Was mich der April jedoch ganz massiv gelernt hat: manchmal muss man seine Ansprüche einfach herunter schrauben. Es bringt nichts, sich bis an die Grenzen zu treiben und dann wenige Tage später mit Schmerzen im Bett zu liegen.

Interrail-Reise. Neben all dem Lernen gab es aber etwas ganz wundervolles im April zu planen. Gemeinsam mit meiner besten Freundin wird es im Juli für circa zwei Wochen durch Großbritannien gehen. So lange wollten wir schon einmal eine Interrail-Reise machen und nach dem Abi geht's endlich los. Die Ziele in England und Schottland könnten nicht zauberhafter sein und die Vorfreude hat mich so ziemlich durch jegliches Lerntief gezogen.

AnnenMayKantereit Konzert. Ein weiteres großes Highlight war das AnnenMayKantereit Konzert Anfang des Monats. Mit unserer Clique tanzten wir in wunderbarer Location und ich bekam mehr als einmal Gänsehaut bei der tollen Stimme des Sängers. Es war einfach grandios und die Musik der Jungs läuft rauf und runter. Ebenfalls super lustig: Das stundelange Festsitzen auf dem Parkplatz. Irgendein Unfall verhinderte, dass die Besuch den Parkplatz verlassen konnten und so saßen wir fest. Zwar eiskalt im kleinen, gelben Auto, aber als ein Freund dann spontan seine Gitarre heraus holte, die im Auto lag, begann die Jamsession und wir hatten ein paar sehr lustige Stunden. Wie gut, dass man immer eine Gitarre im Auto hat.


Gehört

Barcelona ~  Ed Sheeran (um vom Urlaub zu träumen)

Wohin du gehst ~ AnnenMayKantereit (nachts um 3 Uhr, wenn du nicht einschlafen kannst)
 
Barfuß am Klavier ~ AnnenMayKantereit (Nachhall der ersten Liebe)

Sing it loud ~ Bob Bradley (während der Zug- oder Autofahrt)

And I love her (Hersher Remix) ~ Passenger (wenn es draußen regnet)

Everything ~ Passenger (um zur Ruhe zu kommen) 

Trip Fox (Melou Remix) ~ Jeremy Loops (einmal wieder schaukeln)

Towers (Elkoe Remix) ~ Bon Iver (während man auf einem Hügel steht)

Breezeblocks ~ alt-J (immer und immer wieder)

Bonnie and Clyde ~ Wild (gemeinsam mit Freunden am Lagerfeuer)

Lifetimes ~ Oh Wonder (damit man spürt, dass man am Leben ist)

Ultralife ~ Oh Wonder (perfekt beim Laufen)

Place de la République ~ Coeur de Pirate (Vorbereitung auf's Französischabitur)

Heartbeats ~ José González (beim Tagebuch schreiben)


Gelesen

Sämtliche Schullektüren eben noch einmal.
Und zwei Mal die "Flow" - leider hänge ich jedes Mal hinterher. 


Geträumt

"Aber niemand ist perfekt und niemand wird dieses Ziel je erreichen. Gerade Fehler machen uns so liebenswert. Niemand mag perfekte Menschen." || Es sind die Beiden, die hier einen Kampf austragen, doch ich bin ihr Kriegsziel, ohne, dass ich im Stande wäre, mich zu wehren. || Einer dieser Momente, die mein Herz so stärken, mich lächelnd und unbeschwert sein lassen.


Habt es schön im Mai.
Liebste Grüße!

April 25, 2017

So leicht zu verwehen

Morgens um sechs klingelt der Wecker. Ein grausames Läuten, das mich aus den kuriosesten Träumen befreit. Ich bin froh, ihnen entfliehen zu können und zugleich sehne ich mich nach den weichen Kissen zurück. Den Federn, die mich umhüllen und jeglichen Schall von mir fern halten. Ein Meer aus Federn. Weich. Leicht. Weiß. So ohne jegliche Sorgen und zugleich so leicht zu verwehen.
Lasse ich mich bloß einmal zu fest auf die Federn fallen, schweben sie davon und der Wind trägt sie in die Weiten der Welt hinaus.

Und dann ist eben das die Frage: Schweben oder fallen? Den Federn entfliehen, oder unter ihrem weißen Hall versinken?


April 11, 2017

Der Sinn des Lebens ist: zu leben

"Was ist der Sinn des Lebens?", fragte ich mich mit 14.

"Was ist der Sinn des Lebens?" frage ich mich mit 19.

Und vermutlich werde ich mir diese Frage auch noch mit 29 stellen, so wie viele mit mir.

"Der Sinn des Lebens ist: zu leben", sagte einmal ein schlauer Mensch zu mir. Ob es an der Antwort lag oder an meinem von pubertierenden Gedanken gequälten Verstand, ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass diese Antwort mich damals nicht zufrieden stellte. Und es heute auch nicht vollends tut.

So viele Philosophen, Künstler, Querdenker zerbrachen sich schon vor mir den Kopf über den Sinn des Lebens, kaum einer fand eine zufriedenstellende Antwort (falls es überhaupt jemandem gelang), bloß Gegenfragen. Und dann soll die Antwort so simpel sein? Zu leben?

Früher, als wir unsere Haustiere mit dem Puppenwagen durch die Straße spazieren fuhren, als wir regelmäßig in den Bach fielen und uns das kalte Wasser nie störte, da war genau das der Sinn des Lebens: Spielen.
Und eben dieser Sinn hielt so lange an. In der Grundschule, dann in der fünften Klasse. Immer draußen, immer mit Freunden unterwegs. Stundenlang durch den Wald gestreift, kleinen Vögel mit gebrochenen Flügeln wieder das Fliegen beigebracht, in den Tag gelebt und abends glücklich mit kribbelnden Zehen ins Bett gefallen.
In den letzten Jahren dann stand Freundschaft zwar noch immer ganz oben auf der Prioritätenliste, aber auch andere Dinge kamen hinzu: Liebe, Leistungen,Möchtegern-Selbstfindungs-Versuche.
Ja, eine Zeit lang dachte ich tatsächlich, der Sinn des Lebens bestände darin, Erfolg zu haben. Sei es in Hinsicht auf Leistung oder auf menschlicher Ebene. Doch mit der Zeit verwarf ich auch diesen Gedanken, zumindest weitestgehend.

Was ist er also dann, dieser Sinn des Lebens?
Ich weiß es nicht.
Wisst ihr es denn?

Wäre dies ein klassischer Deutschaufsatz, würde sich die Note wohl eher im schlechteren Bereich halten. Einleitung? Haupttteil? Schluss? Schlüssige Argumente, ein Lösungsansatz oder zumindest eine klare Stellungnahme?
Fehlanzeige. Denn so einfach ist es mit dem Sinn des Lebens dann doch nicht, oder?



Vielleicht sollte ich es doch einmal mit dieser simplen Antwort versuchen.
Der Sinn des Lebens ist: zu leben.

April 10, 2017

Te adoro señorita - Barcelona IV

Während dem Lesen hören: "Barcelona" - Ed Sheeran


Hallo ihr Lieben!

Im Grunde ist schon zu viel Zeit vergangen, seit ich vor einem halben Jahr in Barcelona war, doch gerade während all dem Lernen wächst mein Fernweh von Minute zu Minute. Als ich dann all die weiteren Impressionen auf meiner Speicherkarte entdeckte, wollte ich euch diese nicht vorenthalten. Hier also ein letztes Mal Barcelona-Zauber.
Location: Park Güell

April 02, 2017

{Rückblick} März 2017

"It was one of those march days when the sun shines hot and the wind blows cold: when it ist summer in the light, and winter in the shade."
(Great Expectations - Charles Dickens)

Glücksmomente


Dürfte ich wählen, wäre der März der bisher schönste Monat im Jahr. Das Zitat aus Great Expectations beschreibt es so gut! Neben dem zauberhaften Wetter, ganz vielen Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher und dem Duft nach Frühling war der März also ziemlich gut zu mir. Die letzte Schulwoche (Mottowoche) war bunt, laut, verrückt (und anstrengend). Von Mottos à la "Erster Schultag" bis hin zu "Safari" war alles dabei und wir hatten während dieser fünf Tage so viel Spaß, wenn auch kaum Unterricht. Ende März war dann mein letzter normaler Schultag und wir wurden in die Lernphase bis zu den Abiturprüfungen entlassen.
Neben Feiern und Lernen wurde das erste Mal gegrillt und mit Freunden die Abende draußen verbracht. Während meines Geburtstags gab es viel zu viele wundervolle Menschen und mir liefen konstant die Tränen vor lauter Freude. Es gab leckeren Kuchen, bunte Blumen, wundervolle Briefe und Überraschungen.
Und ansonsten? Geschrieben wurde leider viel zu wenig, sowohl hier als auch im Prosa Bereich, dafür nahm das Leben mich einfach zu sehr ein. Aber sollte es so nicht auch sein? 

Geträumt


"Und ich will glücklich sein. Durch und durch. || Wenn ich Erfolg habe, erfolgreich bin, dann hängt das an meiner Arbeit und an dem Glück, das ich habe. An dem Aufwand, den ich betreibe, an dem, was ich für mein Ziel aufgabe und opfere, um an den Punkt zu gelangen, an dem ich jetzt bin. Und nicht daran, dass ich anderen schade, um dadurch erfolgreicher zu werden. "

Gelesen


Bis auf die "Flow", "The Fernweh Collective - Island" und wiederholte Schullektüren leider nichts. Aber bald wieder.

Gesehen


"The Beauty an the Beast". So wunderschön. Sicherlich kitschig und romantisch und hach...

Gehört


"Galway Girl" von Ed Sheeran, stellvertretend für das gesamte Albume "Divide". So gut. Bisher mein liebstes Album von ihm. 
"No Roots" von Alice Merton - klassisch cool.
"Dirty Paws" von Of Monsters And Men - perfekt um das Fernweh zu stillen.
"Es geht mir gut" von AnnenMayKantereit, um mich aufs Konzert nächste Woche einzustimmen.
Und sämltiche Leider von Álvaro Soler, sozusagen als Vorbereitung fürs Spanisch Abi. 



Ich hoffe, ihr hattet einen ebenso schönen März wie ich und startet nun voller Energie und Frühlingssommervorfreude in den April. 😊

März 04, 2017

Kalender 2017 {Daily Journal}

An all euch Listenliebhaber und Planermädchen: Wir wären nicht wir, wenn wir nicht mehrfach planen würden, oder? So geht es auch mir, weshalb ich 2017 nicht nur mein Bullet Journal benutze, sondern auch ein Daily Journal. Dieses möchte ich nicht mehr missen, hilft es mir doch noch einmal zusätzlich, mich abzusichern, nichts zu vergessen und produktiv zu sein.
Wie genau meine Planung hierbei aussieht?

Daily Journal


Dieser Retter des Alltags ist von OHH DEER X Urban Outfitters und liebe ich mein Bullet Journal noch so sehr, diesen Kalender vergöttere ich. Leider scheint er in dieser wunderschönen Version nicht mehr innerhalb von Deutschland erhältlich zu sein, aber ihr findet ihn in weiteren schönen Layouts und mit gleichem Inhalt hier.

Aufgebaut ist das Daily Journal wirklich raffiniert, denn im Gegensatz zu anderen Kalendern wird hier das Datum nicht vorgegeben, sondern man kann den Kalender individuell anpassen. Gleich neben dem Platz für das Datum befindet sich ein Kasten mit der Überschrift "Today's objective". Für mich der Ort, an dem das "Motto/Ziel" des Tages eingetragen wird. Also das Ereignis, das am Wichtigsten ist, zum Beispiel ein Geburtstag, den ich nicht vergessen möchte, eine Klausur oder ganz klassisch wie in den meisten Fällen "Get stuff done!" oder "Get trough monday!"

Auf der linken Seite befindet sich eine Zeitleiste mit den entsprechenden Uhrzeiten, von 6 bis 24 Uhr, die für mich persönlich genau die richtige Größe und Zeitspanne hat, um Termine einzutragen.

Um Gedanken, die nirgendwo wirklich eingeordnet werden können, aufzuschreiben, dient der Notizen-Teil, der mal mehr, mal weniger gefüllt wird, aber gerade für Dinge, die ich nicht vergessen möchte, sehr praktisch ist.



Früher bestand meine Planung größtenteils aus To Do Listen, die Termine waren in dem Sinne zweitrangig, dass ich Uhrzeit und Ort eintrug, der restliche Platz im Kalender aber tatsächlich für  die eigentliche Organisation verwendet wurde. Aus diesem Grund bin ich sehr froh mit dem großen Spektrum, das mein Daily Journal hierfür bietet. Eine große Leiste für To Dos die an dem entsprechenden Tag anstehen und zusätzlich noch eine Spalte für den folgenden Tag, bzw. für die Aufgaben, die als nächstes zu erledigen sind. Gerade diese Leiste nutze ich meist sehr intensiv und versuche so zu vermeiden, mich an einem Tag zu überladen. Denn merke ich, dass ich noch einiges an Zeit übrig habe, nutze ich diese produktiv, indem ich einfach Aufgaben, die als nächstes folgen,erledige.

Auch die drei Kästen, die Platz für Projekte und die wichtigsten Dinge an diesem Tag bieten, schätze ich ungemein, weil diese es mir ermöglichen, nicht den Überblick zu verlieren.

Daneben gibt es eine kleine freie Fläche, die den Titel "Doodles" trägt. Aktuell nutze ich diese noch nicht allzu intensiv, doch um die eigene Kreativität ein kleines Bisschen auszutoben, reicht es.

Alle Seiten des Daily Journals haben den oben beschriebenen Aufbau und ich kann nur nochmal betonen, dass es für mich den perfekten Planer darstellt, auch wenn Monatsübersichten etc. fehlen (die ich aber in meinem Bullet Journal habe).

Da macht produktiv sein richtig Spaß!



Februar 15, 2017

{Rückblick} Januar 2017

Etwas verspätet und mit ganz vielen Bildern von Draußen.

Glücksmomente

* Die letzten freien Tage der Weihnachtsferien
* Ganz viel Draußen gewesen  und Sport gemacht.
* Sonnenschein und Schneegeklitzer
* La La Land im Kino gesehen (und viel zu viele Tränen vergossen)
* An einem Geburtstag spät in der Nacht die überliebenen Silvesterraketen gezündet.
* Sagen zu können "Das war meine letzte Matheklausur!"
* Vorfreude auf Fasching & die verzweifelte Suche nach einem Kostüm :D
* Mal wieder im Theater gewesen
* Ganz liebe Post bekommen
* Auf dem zugefrorenen See geschlittert und lauwarmen Glühwein getrunken.


Geträumt 

"Sich auf die Ziele zu konzentrieren, bereit zu sein! || Ich habe mich lange nich getraut, meine Gedanken aufzuschreiben. || ...und eine Gradwanderung zu vollführen. || Bloß um für einen klitzekleinen Moment so etwas wie Bestätigung zu verspüren. || Der Himmel stand über uns, die Sterne so weit entfernt. Die Dunkelheit, so nah und doch so erdürckend. Einerseits gab sie Schutz, andererseit ließ sie keinen Blick nach oben zu. Dann der Knall. Klitzern. Aufblitzende Lichter, Funken, die wie Konfetti durch die Nacht flogen. Das Himmelszelt erleuchtet. Für einen Augenblick wieder Mitternacht. Neuanfang. Kreischen, lachen. Berauscht von all den Eindrücken durch die Straßen tanzen, im Schutz der Dunkelheit alles vergessen. Bloß für ein paar Minuten. Schwerelos."
Gelesen

* "Un secret" von Philippe Grimbert (trotz Schullektüren - meine letzt - wunderschön und berührend)
* "Jeansgröße 0" von Brigitte Blobel

Gesehen

* La La Land (so wunderschön!)

Gehört

* Ed Sheeran - Shape of You
* Ed Sheeran - Castle on the Hill
* Soundtrack zu La La Land
* AnnenMayKantereit - Oft gefragt
* AnnenMayKantereit - Wohin du gehst
* James Blunt - 1973
* Shawn Mendes - Mercy



Ich hoffe Ihr seid gut in den Februar gestartet. :-) Habt eine schöne, sonnige Restwoche.

Januar 29, 2017

Kalender 2017 {Bullet Journal}

Tun wir es am Anfang des Jahres nicht alle? Uns Ziele setzten, Pläne für die kommenden 12 Monate schmieden, voller Vorfreude auf die wartenden Abenteuer blicken.

Ich glaube, inzwischen sollte bekannt sein, dass ich ein bekennendes Listenmädchen bin und es liebe, bei all dem Chaos in meinem Kopf und der Verpeiltheit, mit der ich durch den Alltag tanze, einen Kalender zu führen, der wenigstens etwas Ordnung für mich bereit hält, mir Freude bereitet und sehr hilft.
Lange habe ich überlegt, welchen Kalender ich mir für 2017 anschaffen soll, doch wirklich überzeugen konnte mich keiner (zumindest keiner in meiner Preisklasse). Und so kam es, dass ich ein Bullet Journal startete. Eigentlich liegt mir zeichnen, kalligraphieren und alles in die Richtung nicht allzu sehr, doch nach einem "Testmonat" musste ich feststellen, dass diese Art des Kalenders und des Planens für mich sehr gut funktioniert und ich endlich eine Möglichkeit gefunden habe, meine wirrend Gedanken zu ordnen.

Wie ich plane, möchte ich dir gerne in den nächsten zwei Beiträgen zeigen. Heute starten wir mit der mit aufwendigsten, aber zugleich auch schönsten Art des Planens.

Bullet Journal



Im Gegensatz zu vielen anderen Planfreudigen habe ich ein ganz normales Notizbuch mit blanken Seiten in meinen Kalender umfunktioniert und nicht den Leuchtturm 1917 dafür benutzt. Im Nachhinein wäre diese Option wirklich sinnvoll gewesen, weil die Seiten mit kleinen Punkten versehen sind und das Einzeichnen vereinfachen, aber es funktioniert auch so.
Innenseite | Legend | Geburtstage
An der Innenseite des Journals habe ich eine kleine Tasche angebracht, in der einzelne Zettel (Kassenbons, Notizen, Tickets...) aufbewahrt werden können und ohne diesen Ministauraum wäre ich wirklich aufgeschmissen. 

Weiter geht es mit einer kurzen "Legende", auf der ich die Symbole für meinen Kalender (Deadlines, Klausuren, To-Dos...) sowie die verschiedenen Farben für meine drei Hauptkategorien (Schule, Hobbys/Arbeit, Termine) aufgelistet habe. Diese Seite verschafft mir immer wieder einen kurzen Überblick und erleichtert später das eigentlich planen sehr.

Darauf folgen Seiten mit meinen "Vorsätzen für 2017" bis hin zu einer Übersicht von den anstehenden "Geburtstagen". Ich bin bei so etwas ziemlich vergesslich und vermutlich hat mich Facebook schon das ein oder andere Mal gerettet, allerdings hoffe ich, dass es mit dieser Übersicht besser wird.
All time to do | Saving goals | Wish list
Ein paar Spielereien gibt es auch in meinem Bullet Journal, bei denen ich gemerkt habe, wie sehr sie mich inspirieren. Da wäre zum Einen eine Liste meiner gelesenen Bücher inklusive Bewertungsschema, eine schöne Möglichkeit, sich Schätze in Erinnerung zu behalten.

Zum Anderen habe ich eine Seite für meine "Saving Goals" gestaltet, um im Sommer eine Interrail-Reise finanzieren zu können. Ich hoffe, dass dieses Glas sich im (in-)direkten Sinne füllen wird und ich so mein Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Ironischer Weise folgt gleich darauf eine "Wish List", die aber hauptsächlich dazu dienen soll, kein Geld für Dinge auszugeben, an denen ich mich nicht auf die Dauer erfreue.

Wieder mehr an Planung selbst orientiert ist die Seite "All time to do". Hier liste ich Dinge auf, die ich regelmäßig machen muss, schreibe das Datum hinzu, um mich orientieren zu können, wann ich zum Beispiel das nächste Mal mein Zimmer feucht durchwischen muss. Klingt verrückt, hat sich aber als sehr hilfreich herausgestellt.
Das eigentliche Planen, oder der normale Teil eines Kalenders folgt nun. Jeden neuen Monat werde ich mit einer kleinen "Titelseite" gestalten, was für mich eine praktische Art und Weise darstellt, die Planungsabschnitte im Kalender hervorzuheben.
Bitte entschuldigt die seltsamen Wischungen auf dem Bild, aber verschiedene bereits eingetragene Termine möchte ich ungerne mit dem Internet teilen.
Und so beginnt auch jeder Monat mit einer Monatsübersicht. Neben den typischen Kästen pro Tag, habe ich hier auch Platz für Aufgaben, die während des Monats anstehen (Zimmer feucht wischen zum Beispiel), Notizen, Erinnerungen an den nächsten Monat und Zeilen für Ziele, die ich mir Monat für Monat neu setze (oder weiterführe), mit Blick auf meine Jahresvorsätze. Den leeren Kasten verziere ich jeden Monat mit einem inspirierenden Zitat.
Etwas, was mir immer öfter auf Pinterest begegnet ist und mich im Januar so begeistert hat, ist der "Habit tracker". In gewisser Weise habe ich auf dieser Seite meine Ziele für den jeweiligen Monat übernommen und kann so jeden Tag, an dem das Ziel erfüllt wurde, ein Pünktchen setzen, um am Ende des Monats zu sehen, was ich geschafft und eingehalten habe und wo es noch etwas hapert. Schon jetzt freue ich mich auf jeden Fall auf den neuen Tracker für Februar.
Das wohl Wichtigste kommt zum Schluss: Die Wochenübersicht.
Hier hat jeder Tag sein eigenes Feld, so eingeteilt, wie ich es braucht. Platz für Termine, Geburtstage, Pläne, kurze To-Dos, all so etwas. Zusätzlich habe ich der Seite noch eine kleine Monatsübersicht eingefügt, um mich orientieren zu können, sowie einen "Wasser tracker", als Erinnerung, genügend zu trinken. Links ist Platz für Notizen, hier und da kommt noch ein Zitat hinzu, und ein Kasten bietet die Vorschau auf die kommende Woche.
Gerade die Wochenübersicht erweist sich im Bullet Journal als unheimlich dankbar, weil ich mir die Kästen wöchentlich so einteilen kann, wie ich sie brauche. Das erleichtert vieles sehr und macht regelrecht Freude auf gefüllte Wochen.


Ich hoffe, dieser kleine Einblick war eine schöne Inspiration.
Schreib mir doch gerne, ob du ein Bullet Journal trotz des Aufwands auch als eine Option ansiehst? Hast du vielleicht sogar Tipps in diese Richtung?


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