Mai 28, 2016

{Rezension} "Deine Briefe lege ich unter die Matratze" von Astrid Lindgren & Sara Schwardt

Quelle: Amazon

"Pippi Langstrumpf", "Michel aus Löneberger", "Madita" und "Die Kinder aus Bullerbü"...
Jeder einzelne von ihnen gehört zu meinen Kindheitshelden. Wie oft habe ich davon geträumt, mit Pippi auf kleiner Onkel zu reiten oder gemeinsam mit Michel Holzfiguren zu schnitzen. 
Astrid Lindgren hat meine Kindheit geprägt und vielleicht wurde gerade durch ihre Bücher meine Sehnsucht nach Schweden so groß.

Als die Kinderbuchautorin 2002 starb, war ich selbst noch ein Kind, doch schon damals traf mich ihr Todesfall sehr. Heute fände ich es toll, einmal ihre Wohnung, welche inzwischen zu einem Museum umfungiert wurde, in Stockholm zu besuchen.

Inzwischen gibt es viele Bücher über die Schwedin, doch für mich persönlich stach keines so heraus wie der Briefwechsel zwischen der Autorin und Sara Schwardt.
Sara begann im jungen Alter, Astrid Briefe zu schreiben. Der Wechsel hielt sich über viele Jahre und in dem Buch "Deine Briefe lege ich unter die Matratze" ist der gesamte Briefwechsel der Beiden zwischen 1971 und 2002 festgehalten.
Dieses Zeitdokument zeigt Astrid Lindgren von einer vollkommen anderen Seite. Kritisch, lebensklug, menschlich, herzlich. 
Man erfährt als Leser unheimlich viel über die Gedanken und Beweggründe der Schriftstellerin, wirft einen Blick hinter die Kulissen.
Aber auch mit Sara durchlebt man eine wilde Zeit. Selbstzweifel, Hass, Ängste, bis hin zur Selbstfindung. 
Besonders klasse finde ich es, dass die Briefe vollkommen unverfälscht sind. Sogar bestimmte Formatierungen wie kursiv Gedrucktes oder Unterstrichenes wurde beibehalten.

Alles in allem ein wundervoller, einzigartiger Briefaustausch, der ergreift und mitreißt.


Mai 21, 2016

{Selbstgeschriebenes} Flügel aus Glas



Vögel

Sie fliegen

Höher und höher

Mit Flügeln aus Glas



Doch der kleinste Stein

Der schwächste Windhauch

Kann sie zerstören

Glas kann splittern

Flügel können brechen

Vögel können fallen



Vögel

Sie stürzen

Tiefer und tiefer

Mit Flügeln aus Glas



Das Nest gebaut

Aus unzähligen Ästen

Jahre lang

Schritt für Schritt

Doch dann der Sturm

Er rüttelt und reißt

Zerstört in wenigen Minuten

Eine ganze Welt fällt

Bricht in sich zusammen



Vögel

Deren Welt zerbricht

Stück für Stück

Mit Flügeln aus Glas



Wunden können heilen

Nester können neu gebaut werden

Glas kann man kleben

Doch die Risse

Sie wird man für immer spüren



Vögel

Sie fliegen

Höher und höher

Mit Flügeln aus rissigem Glas

Mai 19, 2016

{Rezept} Frühstücks Pancakes






















Ich liebe es, zu frühstücken. Bin ein richtiger Morgenmensch.
Und als dann vor einigen Jahren der Trend um Pancakes losbrach, war ich hellauf begeistert. Doch leider habe ich nie ein Rezept zu der leckeren Frühstücksalternative gefunden, die mir vollkommen zusagte.
Deshalb habe ich versucht, ein Rezept zu erstellen, welches meinen Geschmack trifft und mehrere Varianten der Pancakes ganz einfach kombiniert.
Das Ergebnis kann sich wirklich sehen und vorallem essen lassen!




















Zutaten

für 8 Pancakes

2 Eier
200 ml Milch
130 g Mehl (Dinkel Vollkorn)
1 (großer) Esslöffel Vanillenzucker
1 Prise Salz
Rapsöl/Butter
Honig
Obst (Bananen, Äpfel)























So Funktioniert's


Zuerst werden die beiden Eier getrennt und das Eiweiß wird zu Eischnee geschlagen, damit die Pancakes am Schluss schön locker und luftig werden.

Nun verrührt man das Eigelb mit der Milch, bis beides schaumig wird und siebt nach und nach das Dinkel Vollkorn Mehl hinzu.

Falls der Teig an diesem Punkt noch zu flüssig ist, erhöht man die Menge an Mehl am besten noch etwas.

Danach kommen Vanillezucker und Salz hinzu, alles wird noch einmal gut verquirlt.

Zu guter Letzt hebt man den Eischnee vorsichtig unter, bis eine fluffige, aber dennoch zusammenhängende Masse entsteht.

Die Pfanne gut vorheizen, Öl hinzu und die Pancakes können backen. 

Wie man die Pancakes letztlich isst, ist jedem selbst überlassen. Ich habe die Variante mit Banane, Apfel und etwas Honig gewählt. Alternativ schmeckt aber sicherlich auch Nutella sehr gut. 


Guten Appetit!


Mai 17, 2016

{Wanderlust} Metz 2016

Sobald ich die französische Sprache höre, schlägt mein Herz höher, ein Strahlen schleicht sich auf mein Gesicht und mich empfängt eine Gelassenheit, die ich so gar nicht von mir kenne. Es wurde also wieder Zeit, die Grenze zu überschreiten. Für einen Tag machte ich mich auf nach Metz, schnupperte französisches Flair und ließ mich treiben.


Nach einer etwas holprigen Anreise empfing uns Frankreich mit offenen Armen. Die Sonne schien, es waren 25 Grad und obwohl wir an einem Freitag in der Stadt in Lothringen waren, herrschte auf den Straßen ein reges Treiben.
Den ersten Stopp legten wir in einem kleinen Restaurant ein. Schmale Tische am Straßenrand, der Duft nach frischer Quiche, der melodische Klang der schönen Sprache.


Am Ufer der Mosel tankten wir Sonne, sahen den Schwänen und den Kindern, die am Wasser spielten zu.
Danach mit Macarons (meine ersten!) durch die Stadt schlender, an dem einen oder anderen Laden halt machen, stöbern.


Es war also ein wunderschöner Tag, auf den ich gerne zurück blicke. Denn Metz ist einfach eine tolle Stadt, die so viel zu bieten hat und dieses ganz besondere Flair hat. Französisch-mediterran. Und das direkt hinter der Grenze.


Mai 11, 2016

{Gedanken} Theaterbühne


Dieses Gefühl, wenn die Scheinwerfer ausgehen. Der Vorhang sich schließt. Und der tosende Applaus ins Bewusstsein dringt.
Die Möglichkeit, in eine andere Rolle schlüpfen zu können. Das eigene ich (für einen kurzen Augeblick) abzulegen. In der Haut eines Anderen.
Der Zusammenhalt, die Gewissheit, sich komplett auf die anderen Darsteller verlassen zu können.

Ich liebe das Theater spielen nicht wegen dem Applaus. Natürlich ist dies eine wundervolle Ankerkennung für monatelange Arbeit, sozusagen der perfekte Nebeneffekt.
Es ist auch nicht dieses im Rampenlicht stehen, was ich daran so schätze. Nein.
Viel eher liebe ich es beim Theater, einmal nicht ich selbst zu sein. All das, was mir an mir nicht gefällt, worüber ich nörgele und jammere, vergessen zu können. In gewisser Weise absichtlich neben mir zu stehen.
In eine andere Rolle schlüpfen. Das trifft es perfekt. Denn genau dies schätze ich so sehr. Egal, ob lustig, nett, böse. Ich kann mich der Rolle anpassen, schlüpfe aus meiner eigenen Haut, verlasse meine Komfortzone. Trete über meine eigenen Grenzen hinaus.
Vielleicht ist es ein bisschen wie das Schreiben oder Lesen. 
Ich vergesse mich selbst. Und ab und zu, tut das doch mal ganz gut, nicht wahr?


Mai 07, 2016

{Wanderlust} Heidelberg


Anfang April fuhr ich für zwei Tage nach Heidelberg, denn zu meinem Geburtstag bekam ich Konzertkarten für den Schweden Kristofer Aström geschenkt, inklusive Übernachtung in der Studentenstadt.
Nicht nur das Konzert, sondern auch die Stadt selbst verzauberte mich. Heidelberg birgt diesen ganz besonderen Flair. Eine Mischung aus heimisch, gemütlich und purer Lebensenergie.


Zuerst ging jedoch einmal hoch hinauf - ins Heidelberger Schloss. Von dort oben hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt, kann die Überreste des ehemals prunkvollen Gebäudes bewundern und sich vom Strom der Zeit mitreißen lassen.


Über Kopfsteinpflaster schlendern, jeden Stein unter den Füßen spüren. Hier und da in einem der kleinen Cafés Halt machen...
Gerade die Hausfassaden gefielen mir in Heidelberg unheimlich gut. Alles machte einen so liebevollen, detailreichen Eindruck.
Zufällig stießen wir auf ein altes Antiquitätengeschäft, bis unter die Decke mit Büchern gefüllt, Räume, in denen man sich verlieren konnte. Ein wahrhaft magischer Ort für Buchliebhaber.


Nach einem extrem leckeren Burger im Restaurant "Die Kuh, die lacht", ging es auch schon zum Konzert. Im kleinen Kreise stellte der Schweden im "Karlstorbahnhof" sein neustes Album "The Story of a Heart's Decay" vor und rockte den Saal. Eine spannende Abwechslung zwischen Melancholie und Rock.


Der nächste Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Wir verbrachten noch den Morgen und Mittag in Heidelberg, sogen die Stadt voller Ruhe und Entspannung in uns auf. Träumten vom Studentenleben. Tranken in einem der unzähligen Straßencafés einen Café auf lait und genossen Heidelberg.


Mai 05, 2016

{Selbstgeschriebenes} Vogelfrei



Vögel
Sie scheinen frei
Mit ihren unzähligen Federn
Den weiten Flügeln
Der Wind trägt sie in die Lüfte
Fort
Hinauf
Lässt sie schweben
Fliegen
Segeln
Trägt sie in die Höhe
Macht sie vogelfrei

Wie lange wollte ich Flügel
Zum Fliegen
Zum Schweben
Zum Segeln
Mit Flügeln tanzen
Auf den Wolken
Fern von allen Sorgen
Wie ein Vogel so frei
Vogelfrei

Doch Knochen können brechen
Federn ausreißen
Ein Vogel kann sinken
Stürzen
Fallen
Hart am Boden
Vogelfrei verloren

So suche ich keine Flügel mehr
Hab Federn gefunden auch so
Muss kein Vogel sein
Um frei zu sein
Hab Fantasie und Wünsche
Träume
Bin vogelfrei
Eine Feder Träumerin



Mai 03, 2016

{Gedanken} Auf anderen Wegen

Eigentlich bin ich mir noch immer nicht vollkommen sicher, welchen Weg ich nehmen möchte. Doch nun steht der Frühling in den Startlöchern, man hat das Gefühl, überall entwickelt sich neues Leben. Ein guter Zeitpunkt, um etwas zu ändern, nicht wahr? Dass sich hier tatsächlich so viel ändern wird, bezweifele ich. Gerade das layout gefällt mir noch immer sehr gut. Und all euer positives Feedback hat mich dazu ermutigt, etwas weg von den Büchern zu gehen. Das soll auf keinen Fall heißen, dass es hier keine Rezensionen mehr geben wird, doch die, die es dann gibt, betreffen wirklich nur die Bücher, die mich sehr berührt haben, die nötige Tiefe (die ich so liebe) besitzen. Weg von Lesemonaten und Neuzugängen, hin zu Herzensangelegenheiten. Ja, vor allem mehr Herz soll es hier wieder geben. In jedem Beitrag und jedem Bild. Ohne Druck und Perfektion, sondern viel eher zum Wohlfühlen.

In diesem Zusammenhang noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön für euer Verständnis und all die lieben Worte. Noch immer bin ich so gerührt, weiß gar nicht, was ich sagen soll...

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