November 30, 2015

(Rezension) "Weihnachten bei den Elchen - Die schönsten Wintergeschichten aus Skandinavien"

Quelle

Info


Weihnachten bei den Elchen - Die schönsten Wintergeschichten aus Skandinavien
Holger Wolandt (Herausgeber)
304 Seiten
Leinen bei Piper
Einzelband
10, 00 Euro

Zum Inhalt


Skandinavische Weihnachten – das sind glitzernde Tannenwälder, das Nordlicht in Lappland, gefrorene Ostseeküsten, ein festlich beleuchteter Kongens Nytorv in Kopenhagen und besinnliche Abende bei Kerzenschein. Machen Sie es sich vor dem warmen Kamin gemütlich und lesen Sie vierundzwanzig Erzählungen aus dem hohen Norden von Henning Mankell, Astrid Lindgren, Hans Christian Andersen, Selma Lagerlöf, Johan Theorin und vielen anderen. 


Meine Meinung


Gerade in Deutschland fällt es uns oftmals schwer, vor den Festtagen in richtige Weihnachtsstimmung zu kommen. Milde 12 Grad und Regen statt Schnee.
Eine wunderbare Ablenkung stellt der Sammelband an skandinavischen Kurzgeschichten dar, der in diesem Jahr im Piper Verlag erschien. 24 winterliche Geschichte. Für jeden Tag im Dezember eine, bis Weihnachten. Und ich kann versprechen, danach fühlt man sich sehr weihnachtlich. ;-)

Besonders gut gefiel mir die Abwechslung in diese Buch. Neben der Geschichte eines Bootes auf der stürmigen See, dem Abenteuer eines kleinen Wichtels, der verloren ging, oder der Bedeutsamkeit von Familie, findet man hier so viel mehr. Eine bunt zusammengestellte Sammlung, bei der keine Geschichte ist, wie die andere.
Vielen Autoren, wie Selma Lagerlöf, Astrid Lindgren oder Hans Christian Andersen sind uns auch hier in Deutschland ein Begriff und machen das Buch zu etwas Besonderem.

Zwar hätte ich mir stellenweise noch etwas mehr skandinavischen Zauber gewünscht, fand ich an vielen Stellen aber auch interessante Infos über die Traditionen in Skandinavien, erfuhr Neues über verschiedene Lebensstile, wie der der Lappen.

Letzte Gedanken


Eine Mischung aus verschiedenen Weihnachts- und Wintergeschichten aus Skandinavien, die Freude auf die Feiertage machen und den Charme des Winters verspüren.


Vielen herzlichen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. :-)

November 25, 2015

(Poetry Slam) Gedankenmeer



Wenn der Tag vergeht
Und die Schatten der Nacht lebendig werden
Ergreifen meine Gedanken die Macht
Von Müdigkeit und Ruhe keine Spur
Denn in mir tobt ein Sturm
Ein Sturm aus Worten, Erinnerungssplittern und Schmerz

Denn das Gedankenmeer schlägt Wellen,
Beginnt zu stürmen

Und manchmal denke ich,
Ich denke zu viel nach
Die Realität verblasst
Die Gedanken kreisen weiter
Und was bleibt sind Erinnerungssplitter

Es heißt: "Ich denke, also bin ich"
Aber wer bin ich?
Und denke ich überhaupt?
Nehme ich teil am Leben?
- So richtig wohl eigentlich nicht

Denn das Gedankenmeer schlägt Wellen,
Beginnt zu stürmen

Und manchmal denke ich,
Ich denke zu viel nach
Die Realität verblasst
Die Gedanken kreisen weiter
Und was bleibt sind Erinnerungssplitter

Mein wahres Leben findet in meiner Fantasie statt
Die Konturen der Wahrheit verwischen
Ich kann zwischen Kopf und Herz nicht mehr unterscheiden
Schlage die Faust gegen die Wand
Will, dass es aufhört
Will frei sein von meinen Gedanken und all dem Schmerz
Will die Splitter endlich aus der Haut ziehen

Doch das Gedankenmeer schlägt Wellen,
Beginnt zu stürmen

Und ich weiß,
Ich denke zu viel nach
Die Realität verblasst
Die Gedanken kreisen weiter
Und was bleibt sind Erinnerungssplitter

Ich bin gefangen in meinem tosenden Gedankenmeer.


Über deine Rückmeldung freue ich mich sehr. :-)

Liebste Grüße,
Franzi

November 21, 2015

Wenn die Grenze so nah liegt {Metz}

Noch immer fällt es mir sehr schwer, für die Terroranschläge in Paris die passenden Worte zu finden. Überhaupt Worte dafür zu finden, was momentan mit unserer Welt los ist.
Ich habe das Gefühl, kein einziges Wort beschreibt die Schrecken der vergangenen Woche(n) angemessen, keines kann dessen Tragweite beschreiben.

Gerade mit Frankreich fühle ich mich persönlich sehr verbunden, was zum einen an meiner Liebe zu der wunderschönen französischen Sprache liegt, zum anderen an der sehr nahgelegenen Grenze zwischen Deutschland und Frankreich.
Somit trafen mich die Anschläge noch einmal mehr, als sie es sowieso schon taten.

Sie haben ihre Spuren hinterlassen.
Viele Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Uns den Atem genommen.
Und genau so weit sollte es doch nicht kommen. Dass die Angst überhand ergreift, wir nicht mehr auf die Straße gehen, uns nirgendwo mehr sicher fühlen.

Und trotzdem fuhr ich heute nach Metz. In eine französische Stadt in Lothringen.
Zwar waren auch hier die Schatten der Vorfälle zu spüren, denn es waren relativ wenige Menschen auf den Straßen, doch ich hatte einen sehr schönen Tag.
Durch die gepflasterten Gassen schlendern. In kleinen Boutiquen stöbern. Hier und da in einem fremdsprachigen Buch blättern. Französische Wortfetzen aufschnappen. In einer Boulangerie zu Mittag essen und später einen Café au Lait, in einem Laden, der aus den 50er stammen könnte, schlürfen. Die Pracht der gotischen Kathedrale bewundern. Brioche kaufen.
In all dem bunten Treiben war kein Platz für Angst. Denn auch die Franzosen versuchen dieser zu trotzen.
Und eines wird überall ganz klar: Wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir halten zusammen.


Liebste Grüße,


Dieser Beitrag entspricht meiner persönlichen Meinung. Mir ist durchaus bewusst, dass solche Ereignisse wie die in Paris in anderen Ländern fast schon zum Alltag gehören, doch trotzdem möchte ich mit diesen Worten noch einmal meine Gedanken auf persönlicher Ebene äußern.

November 19, 2015

(Gedicht) Mittendrin


Ich wandle auf Pfaden
Auf Wegen zu mir
Und ich suche und suche
Bin eigentlich gar nicht hier

Schau von oben zu
Schweb auf einer Wolke daher
Wie ich versuche mich selbst zu finden
Hoffnung dafür – die gibt es kaum mehr

Das Leben ist ein Kreislauf
Ohne Anfang, ohne Ende
Ich weiß nicht, wo ich steh
Laufe gegen tausend Wände

Warten, inzwischen ein Teil von mir
Der niemals von meiner Seite weicht
Ich kann nicht ohne
Hab sonst nichts erreicht

Und jetzt weiß ich endlich
Ich bin nicht am Anfang
Ich bin nicht am Ende
Ich bin mittendrin


November 15, 2015

Free Falling.

"I am so glad
I live in a world
where there are
octobers."
(Anne of Green Gables)

"Dear old world...
you are very lovely,
and I am glad to be 
alive in you."
(Anne of Green Gables)

"Isn't it nice 
to think that
 tomorrow
is a new day
with 
no mistakes
in it yet?"
(Anne of Green Gables)


 "Life
is worth
living
as long as
there's a
laugh
in it."
(Anne of Green Gables)

November 09, 2015

(Rezension) "Was die Spiegel wissen" von Maggie Stiefvater


Kurze Info


Was die Spiegel wissen
Maggie Stiefvater
448 Seiten
Gebundene Ausgabe bei script5
3. Band einer Tetralogie
18, 95 Euro

Zum Inhalt


Es wird Hebst in Henrietta. Blue und die vier Raven Boys suchen noch immer nach dem Grab des walisischen Königs Glendower. Fast glauben sie sich am Ziel, als Adam eine beunruhigende Vision hat: Im magischen Wald Cabeswater gibt es drei Schlafende. Einer von ihnen darf unter gar keinen Umständen geweckt werden. Die Frage ist allerdings, welcher es ist und was geschieht, wenn er trotz aller Vorsicht aufwachen sollte. Währenddessen hat Blue ganz andere Sorgen: Ihre Mutter ist verschwunden und außer einer mysteriösen Nachricht gibt es keine Spur von ihr. Und dann sind da noch Blues Gefühle für Gansey, gegen die sie vergeblich anzukämpfen versucht. Denn ein Kuss von ihr könnte seinen Tod bedeuten ...

(Quelle: Lovelybooks)
 

Meine Meinung


Egal, was Maggie Stiefvater schreibt, sie verzaubert mich jedes Mal aufs Neue. Ich würde wohl letztlich sogar ihre Einkaufsliste lesen.
Besonders ihre "Raven Boys" Reihe hat es mir angetan. Mit dem dritten und somit vorletzten Band geht es nun langsam Richtung Ende zu, was man deutlich im Verlauf der Handlung merkt.
Blue, Gansey, Ronan und Adam kommen auf ihrer Suche dem walisischen König Glendower immer näher und stoßen dabei auf manch weiteres Geheimnis.
Die Geschichte ist fantasievoll, abenteuerlich, magisch, kompliziert und etwas verrückt. Man muss sie einfach mögen.

Auch die Charaktere wachsen dem Leser immer mehr ans Herz. Haben sie sich doch mit der Zeit verändert und müssen gerade im dritten Teil neu entdeckt werden. Jeder ist auf seine Weise besonders und einmalig. In jedem findet man einen Teil von sich selbst wieder. Und das verschafft allen Charakteren große Sympathiepunkte. Mir wäre es unmöglich mich für ein Person zu entscheiden.

Stiefvaters Schreibstil zieht den Leser sofort in seinen Bann, macht es unmöglich, das Buch zur Seite zu legen. Die Welt Rund um das Städtchen Henrietta wird so bild- und lebhaft beschrieben, die Handlung so spannend erzählt, die Freundschaft der vier Protagonisten so tiefgründig erzählt, dass man das Gefühl hat, ein Teil dieser komplexen, magischen Welt zu sein.

Somit verspricht das Finale der Reihe nach diesem tollen dritten Band phänomenal zu werden.


"Von diesem Tag an würde es immer zwei Blues geben: die Blue, von vorher und die von nachher. Die Blue, die nicht an den Tod geglaubt hatte, und die, die es tat." (S.375)

Letzte Gedanken


Spannend, humorvoll, tiefgründig und voller Emotionen. Einfach magisch!


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