Juli 21, 2015

(Rezension) "Anne auf Green Gables" & "Anne in Avonlea" von Lucy Maud Montgomery


Kurze Info


Anne auf Green Gables & Anne in Avonlea
Lucy Maud Montgomery
624 Seiten
Broschierter Doppelband bei Loewe
Reihe
7, 95 Euro

Zum Inhalt


Was sollen die Cuthberts nur mit der quirligen Anne anstellen? Der lebenslustige Rotschopf stellt ihr sonst so beschauliches Leben ordentlich auf den Kopf. Dank ihres hitzigen Temperaments stolpert Anne von einer Katastrophe in die nächste! Aber zum Glück schafft sie es, auch die unmöglichsten Situationen irgendwie zu meistern. Die turbulente Geschichte um das liebenswerte Waisenkind Anne, das auf der Farm Green Gables aufwächst, hat schon ganze Generationen begeistert! In der Fortsetzung sorgt Anne als Sechzehnjährige im Städtchen Avonlea für Aufregung. 

(Quelle: Amazon) 


Meine Meinung


Es gibt Geschichten, bei denen nur wenige Worte genügen, um zu beschreiben, wie wundervoll sie sind. Die Geschichte des Waisenmädchens Anne Shirley ist so eine.
Schon zum vierten Mal verschlinge ich Lucy Maud Montgomerys Worte und bin jedes Mal aufs Neue verzaubert. Denn mit unheimlich viel Charme und Witz begeistert mich die Autorin auf jeder Seite.

Viele spannende Ereignisse sind überhaupt nicht nötig, um die Handlung interessant zu machen, denn auch durch die einfachen Schilderungen des Alltags sind unheimlich interessant, da Protagonistin Anne eine große Fantasie mit sich bringt. Jede Tat wird zum Märchen.
Beim Lesen kann man als Leser sehr viel lernen, denn das Mädchen mit den roten Haaren hat eine so angenehme Sicht auf die Welt. Sie findet an jedem noch so grauen Tag einen Sonnenstrahl und berührt den Leser ganz tief.
Ich kann wohl sagen, dass Anne mein absoluter Lieblingscharakter aus all meinen bisher gelesenen Romanen ist, was vielleicht auch daran liegt, dass sie mir in vielerlei Hinsicht ähnelt.

Erwähnenswert ist auch Montgomerys Schreibstil, der wunderbar zum Geschehen passt und den Leser an der Hand nimmt.
Obwohl das Buch aus dem Jahr 1908 stammt, ist die Thematik noch immer aktuell und spricht den Leser an.

Letzte Gedanken


"Anne auf Green Gables" und "Anne auf Avonlea" von Lucy Maud Montgomery sind Jugendromane aus dem Jahr 1908, die das Aufwachsen des Waisenkindes Anne beschreiben. Voller Liebe, Charme und Fantasie werden alltägliche Situationen, Missgeschicke und Abenteuer beschrieben und der Leser wird von der ersten Seite an verzaubert. Absolut empfehlenswert. Definitiv Lieblingsbücher!

Juli 17, 2015

(Poetry Slam) Spiegel des Seins



Wenn ich in den Spiegel schaue,
dann sehe ich ein Mädchen.
Unsicher und klein, schaut traurig drein,
mag es nicht sie selbst zu sein.

Denn das kann sie nicht!
Sie weiß nicht, wer sie ist,
weiß nicht, wohin sie will.
Sie ist einsam und allein,
möchte ihrem Umfeld ähnlicher sein.

Wenn ich in den Spiegel schaue,
dann sehe ich zahlreiche Facetten,
die das Gesicht verdecken.
Sie ist gefangen in Selbstzweifel,
treibt zum Sog des Drucks.
Verbiegt sich, unfähig, sich zu strecken.
Verdreht sich, unfähig, die Richtung zu entdecken.

Das Problem ist die Masse,
die vorgibt zu sein,
was cool ist, was gilt,
angeblich niemals allein.
Doch der Schein trügt,
alles nur Schau.
Ein Schatten im Spiegel,
der vorgibt, zu sein.

Wenn ich in den Spiegel schaue,
dann sehe ich mich.
Das Mädchen voller Narben und Wunden.
Die Zweifel deutlich anzusehen,
in den braunen Augen, voller Schmerz.
Wie oft wurde gebrochen das Herz,
bei dem Versuch, ich selbst zu sein.

Doch keine Angst.
mit dem Alter vergeht die Zeit.
Der Sand floss durchs Glas,
bis ich ihn fand.
Den Schlüssel zum Glück.

Was bleibt, sind tausende Worte.
Die von Unsicherheit erzählen.
Was bleibt, sind Aschewolken.
Die von vergangenen Zeiten sprechen.

Und meine Erinnerungen?
Wie ausgelöscht – alle Zweifel zerstört,
versunken für immer.

Nur manchmal, ganz selten,
tauchen sie wieder auf,
aus dem Meer der Scherben,
um mir zu zeigen,
wie stark ich geworden bin.

Vergessen ist all der Schmerz,
all die Wunden der Scherben verschwunden,
die Splitter gezogen.
Nun weiß ich zwar noch immer nicht,
wohin ich will und wer ich bin,
aber

Wenn ich in den Spiegel schaue,
dann sehe ich ein Gesicht,
 ohne Masken des Lichts.
Dann sehe ich endlich mich,
mein wahres Ich.

Spiegel des Seins

Juli 10, 2015

(Reisen) Mein Herz gehört der Nordsee

Nordsee

In 41 Tagen ist es soweit. Dann werde ich mit der Fähre auf die Nordseeinsel Borkum übersetzten. Endlich wieder. Das ganze Jahr über fiebere ich auf diesen Urlaub hin, freue mich wie eine Verrückte, zähle die Tage, kann es kaum erwarten.
Denn Borkum ist einfach schön. In Borkum habe ich mich sofort verliebt.
Wie in die Nordsee selbst.

Nordsee
Nordsee

Warum es mir dort so gut gefällt?
Das hat viele Gründe.
Zum einen hat die Nordsee etwas aufregendes, wildes an sich. Die Gezeiten, sowie das Watt machen die See zu etwas ganz Besonderem. Weltkulturerbe eben.
Ich kann stundenlang in einem Strandkorb sitzen, der für mich einfach typisch Nordsee ist, und auf das wellenschlagende Wasser schauen. Meine Gedanken driften ab, eine Ruhe legt sich über mich, die ich sonst nirgendwo so intensiv spüre. Nur an der Nordsee kann ich so gut entspannen, einfach mal nichts tun. Nur träumend den Möwen hinterher schauen oder die Seehunde beobachten.
Die Nordsee hat so viel zu bieten, steckt voller Inspiration. Wer möchte, findet hier Einsamkeit und Gesellschaft zugleich.
Denn alle, egal ob Urlauber oder Bewohner, haben hier etwas gemeinsam: Sie haben ihr Herz an das Meer verloren.
Verbunden mit den wunderschönen Inseln, Dörfern und Häfen stellt die Nordsee somit für mich ein wundervolles Urlaubsziel dar.

Nordsee
Nordsee
Nordsee

Noch 41 Tage. Dann hast du mich wieder.

Nordsee




Magst Du die Nordsee denn ebenso gerne wie ich? Und was gefällt dir am Meer so gut? Teile doch gerne Deine Träume mit mir in den Kommentaren.

Liebste Grüße,



Juli 03, 2015

(Reisen) Das Besondere an Schweden


Seit ich das erste Mal ein Buch von Astrid Lindgren las, war mir klar, dass ich das Land der Wälder, Seen und roten Häuschen besuchen musste.  Schweden.
Zusammen mit Michel Streiche aushecken, durch Bullerbü schlendern oder auf Pippi Langstrumpfs Pferd über Wiesen und Felder reiten.
Ein Traum war erwacht und ging für mich im letzten Sommer in Erfüllung. Ich hatte eine unvergessliche Zeit und noch heute steigen mir Tränen in die Augen, wenn ich an die traumhaften zwölf Tage zurück denke.
Vom ersten Moment an, hat mich Schweden verzaubert und völlig in seinen Bann gezogen. Und somit ist der Traum von einer Reise in das skandinavische Land noch lange nicht vorbei. Er hat gerade erst begonnen.
Für mich steht fest, ich werde wieder kommen. Denn es gibt noch so viel zu entdecken.
Doch was macht Schweden für mich so besonders? Was hält der Norden Europas für mich bereit?

Schweden

Was mich bei meinem ersten Besuch in Schweden unheimlich geprägt hat, ist die Ruhe. Morgens alleine durch den Wald gehen, dem Vogelgezwitscher lauschen, ab und zu einen Hasen oder einen Elche vorbeihuschen sehen. Dort umschließt einen die Ruhe wie eine kuschelige Decke, lässt all die Hektik und Eile des Alltags für einen Moment verschwinden.
Und obwohl man alleine ist, ist man in Schweden nicht einsam.

Schweden

Denn die Menschen sind sehr freundlich und offen. Auf den ersten Blick mögen sie vielleicht etwas verschlossen wirken, doch der Schein trügt. Wer Hilfe braucht, bekommt diese. So passierte es mir zum Beispiel bei einem Spaziergang auf eine ältere Frau zu treffen, die mir von ihrer Kindheit erzählte, von ihrer Familie sprach, ihr Leben an der Westküste beschrieb.
Es braucht nicht viele Worte um freundlich willkommen geheißen zu werden. Ein entspanntes "Hej" (auf deutsch: Hallo) reicht schon.

Die schwedische Sprach klingt in meinen Ohren übrigens wie Musik. Schwedisch ist eine germanische Sprache und hat große Ähnlichkeit mit Dänisch und Norwegisch. Sprachschulen gibt es im ganzen Land verteilt. Ich hörte die Schweden unheimlich gerne sprechen, klangen ihre Worte doch ein bisschen wie extremes Plattdeutsch. Somit lautet einer meiner Vorsätze für 2015 "Schwedisch lernen".

Schweden

Ebenfalls angetan haben es mir die kleinen, roten Schwedenhäuser. In die habe ich mich sofort verliebt. Weiße Fensterläden, eine schöne Veranda rund ums Haus, Lichterketten an den Türen und Blumen in den Vorgärten. Die typische Behausung der Schweden strahlt solch eine Idylle, Harmonie und Gemütlichkeit aus, dass man am liebsten sofort selbst einziehen möchte.
Der schwedische Lebensstil erscheint mir minimalistisch und achtsam. Jedes Detail wurde sorgsam ausgewählt, immer darauf bedacht, den Bewohner glücklich zu machen.

Schweden
 
Schwedens Wahrzeichen ist wohl der Elch. Aber auch verschiedene Hirscharten, Wildschweine, Bären, Luchse und Wölfe sind in den großen Wäldern zu Hause. Der Umweltschutz liegt den Schweden sehr am Herzen und die Naturverbundenheit ist merklich spürbar.
Neben den vielen Nadelwäldern im Norden, gibt es auch Mischwälder und eine Vielzahl an Pflanzen, wie zum Beispiel Orchideen.
Die Vielfältigkeit fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Denn all die Seen und Wälder haben etwas magisches an sich. Und auch die Ostsee mit ihren Schären und all den Inseln scheinen wunderschön zu sein. Neben den flachen bis hügeligen Gebieten, verlaufen an der Grenze zu Norwegen die Skanden.
Somit hat Schweden auch landschaftlich einiges zu bieten. Es gibt noch so vieles zu entdecken.

Schweden

Allgemein bekannt ist, dass in Schweden keine tropischen Temperaturen herrschen. Doch trotz dem milden Klima und dem häufigen Regen hat das Land seinen Reiz. Die langen Wintermonate werden durch alte Bräuche und schöne Fest, wie das Luciafest am 13. Dezember überbrückt. In den kleinen Dörfern werden Weihnachtsmärkte veranstaltet, alle singen und tanzen gemeinsam.
Auch Mittsommer stelle ich mir unfassbar schön vor.



Und so machen die kleinen, unscheinbaren Dingen Schweden für mich zu etwas Besonderem. Und eines steht fest: Ich erfülle mir meinen Traum und kommen wieder. So oft es geht.

Liebste Grüße,


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