April 29, 2015

(Rezension) "Wonder" von R.J. Palacio


Kurze Info


Wonder
R.J. Palacio
320 Seiten
Broschiert bei Knopf Books for Young Readers
Einzelband
7,00 Euro

Zum Inhalt


August Pullman was born with a facial difference that, up until now, has prevented him from going to a mainstream school. Starting 5th grade at Beecher Prep, he wants nothing more than to be treated as an ordinary kid—but his new classmates can’t get past Auggie’s extraordinary face.

(Quelle: Amazon)

Meine Meinung


Mit "Wonder" wagte ich mich an meine zweite Lektüre auf Englisch. Und ich war absolut überrascht, wie flüssig und schnell ich die Geschichte von Augustus verfolgen konnte.
Zum einen hing dies mit dem tollen Schreibstil von R.J. Palacio zusammen. Die Autorin ließ sich zu 100 Prozent auf die Geschichte ein und schaffte es, bei jedem einzelnen Charakter authentisch und neu zu wirken. Sie passte sich den verschiedenen Personen schreibtechnisch so gut an, dass die vielen Perspektivenwechsel kaum spürbar sind. Das trägt zu ein sehr schönen Atmosphäre bei, die dazu führt, dass sich der Leser in der Geschichte sehr wohl fühlt.

I know I'm not an ordinary ten-year-old kid. I mean, sure, I do ordinary things. I eat ice cream. I ride my bike. I play ball. I habe an XBox. Stuff like that makes me ordinary. I guess. And I feel ordinary. Inside. But I know ordinary kids don't make other ordinary kids run away screaming in playgrounds. (S.3)

Und Augustus Geschichte ist wirklich eine ganz besondere.Ebenso wie Auggie selbst. Denn das Gesicht des  zehnjährigen Jungens ist ist durch einen seltenen Gendefekt und mehrfache Operationen stark entstellt.
Whatever you're thinking, it's probably worse. (S.3)
Somit hat er es nicht leicht, hat kaum Freunde, wurde Zuhause von seiner Mutter unterrichtet und mied die Öffentlichkeit. Bis seine Eltern Augustus auf eine öffentliche Schule schicken. Für den Jungen, dessen Sozialleben in der eigenen Komfortzone stattfand ist das natürlich ein großer Schock. Denn auch er weiß, wie furchtbar ehrlich Kinder sein können.
So erwarten Auggie im ersten Schuljahr entsetzte Blicke, gemeine Lästereien und eine Ausgrenzung. Zum ersten Mal ist Augustus auf sich alleine gestellt, denn die lieben Eltern oder die große  Schwester, Via, sind nicht da, um ihn zu beschützen. Und langsam, nach und nach, schließt Auggie nicht nur Freundschaften und kommt über Enttäuschungen hinweg, sondern lernt auch so viel mehr über sich selbst, wird langsam groß.

Here's what I think: we've all spent so much time tryingt to make August think he's normal that he actually thinks he is normal. And the problem is, he's not. (S.89)
Der wohl wichtigste Aspekt, der "Wonder" so besonders macht, ist der Perspektivenwechsel. Denn so erfährt der Leser nicht nur Auggies Sicht auf die Dinge, die um ihn herum passieren, sondern auch die von seinen Mitmenschen. In regelmäßigen Abständen erzählt ein anderer Charakter die Geschichte. Neben Augustus wären da seine Schwester Via und deren Freund Justin, oder auch Summer und Jack, die Auggie in ihr Herz geschlossen haben. Dies macht die Geschichte unfassbar interessant und vielseitig. Es ist spannend, zu erfahren, wie es ist, mit Augustus aufzuwachsen oder ihn vor einer ganzen Schule beschützen zu wollen.

Letzte Gedanken


"Wonder" von R.J. Palacio ist ein aufwühlender Roman, der mit einer einfachen und besonderen Geschichte glänzen kann. Er berührt den Leser zutiefst, zeigt ihm die Welt eines Außenseiters. Gemeinsam mit Protagonist Augustus lernt man so viel über das Anders sein, das Erwachsen werden und sich selbst finden. Ein WUNDERvolles Buch, das eine Bereicherung für jeden, der es liest, darstellt.

April 13, 2015

(DIY) Vintage Glas

Hallo Träumer!


Heute wage ich mich an mein erstes Do It Yourself. Mir gefällt es unheimlich gut und ich hoffe, Dir wird es genau so gehen.
In letzter Zeit hat alles, was mit Vintage zu tun hat, es mir angetan.
Und so bin ich auf folgende Idee gestoßen:



April 11, 2015

(Rezension) "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" von Anna McPartlin


Kurze Info


Die letzten Tage von Rabbit Hayes
Anna McPartlin
510 Seiten
Broschiert bei rororo Verlag
Einzenband
12,00 Euro

Zum Inhalt


Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt.
Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst ...
Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich. 

(Quelle: Amazon)

Meine Meinung


Bevor ich anfange, ein Buch zu lesen, mache ich mir oftmals Gedanken über meine Erwartungen an die Autoren. Von "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" erhoffte ich mir eine tiefgründige, berührende und lebensfrohe Geschichte. Genau das erwartete mich auch.  Und noch so viel mehr.

Denn hinter den 510 Seiten versteckt sich einiges an Emotionen, Erlebnissen und Erinnerungen.
Gemeinsam mit Protagonistin Mia "Rabbit" Hayes, erlebt der Leser neun letzte Tage. Neun Tage, in denen sich an eine wirklich schöne, wilde Kindheit erinnert wird, in denen man von der großen Liebe träumt, sich von den streitenden Geschwistern verabschiedet, zum letzten Mal mit den Eltern lacht, zum letzten Mal die 12-jährige Tochter im Arm hält...
Rabbit selbst steht zwar in diesen letzten Tagen im Mittelpunkt, doch einen richtigen Eindruck von ihr und ihrem Leben bekommt man als Leser hauptsächlich durch Rabbits Eltern Jack und Molly, ihre Schwester Grace und deren Rasselband, durch Bruder Davey und die Band oder durch Tochter Juliet. Und gerade diese kleine, verrückte Familie bringt den Leser so oft zum Lachen, nimmt der tragischen Geschichte ein bisschen die Ernsthaftigkeit.
Vor allem häufige Blicke in Rabbits Kindheit gefielen mir sehr gut, denn diese war definitiv etwas besonderes.
Die Handlung zog sich nie in die Länge, obwohl diese neun Tage von vielen Gedanken geprägt waren. Es gab auf jeder Seite etwas neues über Rabbit und ihre Familie zu entdecken, auf jeder Seite wartete eine neue, kleine Geschichte.

Was mir beim Roman besonders in Erinnerung blieb, ist Anna McPartlins Talent, schwierige Situationen geschickt zu beschreiben. Zum einen reißt sie den Leser nicht in einen emotionalen Abgrund, zum anderen wirkt ihre Schilderung aber auch nicht oberflächlich. Und diese Mischung ist unheimlich wichtig, damit das Buch trotz des traurigen und ungerechten Themas gelesen werden kann.
Ihr Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen und so kann der Roman trotz allem  verschlungen werden.

Protagonistin Rabbit wird mir wohl nie wieder aus dem Kopf gehen. Noch nie habe ich von solch einer starken, kämpferischen Person gelesen. Denn Rabbit hat einen unheimlich starken Überlebenswillen. Sie bereut nichts in ihrem Leben und weiß ihr bisheriges Glück zu schätzen. Kurz: Ein Charakter, der als Vorbild für Lebenswille und Optimistin dienen kann.
Auch ihre ganze Familie konnte mich als Leserin verzaubern, hier macht sich jedoch auch mein einziger Kritikpunkt bemerkbar. Oftmals erschienen mir die Charaker nicht ihrem Alter entsprechend. Ihr Handeln und Verhalten passte nicht mit den Lebensjahren überein und ließ die Geschichte stellenweise leider unrealistisch wirken.

Trotzdem kann ich dieses Buch nur jedem ans Herz legen. Egal ob jung oder alt, berührend wird sie jeden. 
Kleiner Tipp am Rande: Taschentücher bereithalten.

Letzte Gedanken


Bei Anna McPartlins "Die letzten Tage von Rabbite Hayes" handelt es sich um ein Buch, das mich gefühlstechnisch in den Wahnsinn trieb, mich lachen und weinen ließ und mir zeigte, wie wertvoll das Leben ist.


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